„Auf dem Weg zur Energiestadt Lichtenau" - Handlungsfeld Energiestadt arbeitet zielstrebig an einem ganzheitlichen Konzept
Wichtigster erster Arbeitsschritt war im letzten Sommer eine stadtweite Meinungsabfrage zur Energiestadt Lichtenau in Form einer Anregung an den Rat der Stadt Lichtenau. Um ein ehrliches Meinungsbild zu erhalten, konnten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lichtenau dieser Anregung an den Rat zustimmen oder diese ablehnen. 88 Prozent der 755 Beteiligten sprachen sich dabei für die „Energiestadt Lichtenau“ aus. Lediglich 74 Stimmen (10 Prozent) aus der Bevölkerung waren gegen das Vorhaben. Für die Akteure war es von Anfang an wichtig, die gesamte Lichtenauer Bevölkerung mit einzubeziehen. „Denn ohne deren Zustimmung, Motivation und Bürgerengagement ist langfristig eine „Energiestadt“ nicht tragfähig“, so die Meinung der Arbeitsgruppe. (Meinungsabfrage Stadt Lichtenau)
In einem zweiten Arbeitsschritt geht es nun seit Ende 2011 um die Konzipierung eines Handlungskonzeptes zur Energiestadt Lichtenau. Unter fachlicher Begleitung durch Dipl. Ingenieur Guido Wallraven vom Büro für Städtebau, Stadt- und Umweltplanung „Stadt – Land – Fluss“ wird derzeit durch die Arbeitsgruppe ein tragfähiges, zielorientiertes Umsetzungs- und Maßnahmenkonzept erarbeitet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Erstellung eines „Ganzheitlichen Energiekonzeptes“ auf Basis des für die 15 Dörfer der Stadt Lichtenau optimalen Energiemix aus erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Herr Wallraven begleitete bereits in 2007 erfolgreich die Siegergemeinde Saerbeck beim Landeswettbewerb „Aktion Klima plus - NRW-Klimakommune der Zukunft“. Als Klimamanager unterstützt Herr Wallraven derzeit noch die 7300-seelengroße Gemeinde im ländlich geprägten Kreis Steinfurt beim Umsetzungsprozess.
In der ersten Sitzung der Steuerungsgruppe setzten sich die Teilnehmer das Leitziel, den Energiebedarf der Stadt Lichtenau von Gewerbe und Privathaushalten bis zum Jahre 2020 zu 100% auf heimische Energiequellen (Sonne, Wind, Biogas, Wasserkraft, Erdwärme) umzustellen. Die Vollversorgung der Stadt wurde bezüglich der energierelevanten Sektoren - Stromersorgung, Wärmeversorgung und Mobilität - bekräftigt. Hinsichtlich der Stromerzeugung ist dies bereits erreicht,- im Jahre 2011 wurde in Lichtenau 127% Strom durch erneuerbare Energien bereitgestellt.
Die Steuerungsgruppe befasst sich nun in den einzelnen Sitzungen mit der Erarbeitung von konkreten Maßnahmenvorschlägen zu den relevanten Themen wie Holz, Windkraft, Biomasse, Wärmeversorgung im Gebäudebestand, Solarnutzung, klimafreundliche Mobilität sowie Sensibilisierung und Einbeziehung der Bevölkerung und Betriebe. Das nächste Treffen findet am 05. Juni 2012 um 18 Uhr im Technologiezentrum für Zukunftsenergien (Leihbühl 21, 33165 Lichtenau) statt. Interessierte sind herzlich willkommen.
Bei Fragen steht seitens der Stadt Lichtenau Frau Sandra Claes, Fachbereichsleiterin Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing unter Tel.: 05295 9989528 oder Mail an claes@lichtenau.de zur Verfügung.
Die aktuellen Termine werden zur gegeben Zeit immer auf der Startseite unserer Internetseiten bekannt gegeben.
Ergebnisprotokolle der bisherigen Sitzungen der Steuerungsgruppe "Energiestadt Lichtenau":
Ergebnisprotkoll vom 13.03.2012
Ergebnisprotokoll vom 14.02.2012





