Sonne und Wind als Chancen für die Landwirte
Lichtenau (WV/han). 130 Landwirte haben sich jetzt gemeinsam mit Experten Gedanken über die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien gemacht. Ihr Fazit: Sonne, Wind und Biogas bergen große Chancen.
Zur Tagung ins Technologiezentrum Lichtenau hatten die Landwirtschaftskammer und der Landwirtschaftliche Kreisverband eingeladen. Kreislandwirt Johannes Giesguth und Kreisverbandsvorsitzender Hubertus Beringmeier konnten 130 Landwirte begrüßen. Vor dem Hintergrund der anstehenden Energiewende wurden die Perspektiven für Windkraft und Photovoltaik aus Sicht der Landwirte vorgestellt.
Zunächst zeigte Stefan Berens, Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer NRW, die besondere Bedeutung der Windkraft auf. Nur mit dieser Technologie könne die Flächenkonkurrenz zwischen dem Anbau von Biomasse für Biogasanlagen einerseits und dem Anbau von Futter- und Nahrungsmitteln andererseits aufgehoben werden. Stefan Blome von der Landwirtschaftskammer NRW skizzierte die Eckpunkte des novellierten Energieeinspeisegesetzes (EEG) und stellte die Vorteile der Eigenstromnutzung vor.
Außerdem appellierte er an die Politik, neue Vorrangflächen für Wind auszuweisen und die Höhenbegrenzung von Windkraftanlagen aufzugeben. Um die Wertschöpfung vor Ort zu halten, empfahl der Referent den Landwirten, die Investitionen in erneuerbare Energien selbst zu planen und zu realisieren und nicht auf auswärtige Investorengruppen zu setzen.
Stephanie Scheifers, Mitarbeiterin des Kreisverbandes Paderborn, erläuterte die genehmigungsrechtliche Seite bei der Errichtung neuer Windkraftanlagen.




