425 Prozent des Strombedarfs


„Nicht alle Bürger sind mit dem Geldschein zwischen Daumen und Zeigefinger für die  Windkraft zu kriegen“, sagte Lichtenaus Bürgermeister Dieter Merschjohann, der genau dies bei der Diskussion um einen Windpark Hassel Anfang des Jahres erfahren hatte (die NW berichtete). „Es muss mehr sein als Geld.“ Man müsse überzeugen. Im Lichtenauer Stadtgebiet gibt es in den Windparks Asseln und Atteln 96 Anlagen. Die 68 in Asseln wurden mit einer Investitionssumme von 40 Millionen Euro und einer Nennleistung von 36 Megawatt ab 1997 errichtet. Zusammen mit denen in Atteln – deren Bau mit viel Widerstand im Altenautal verbunden war – könne man 425 Prozent des Haushalts-Strombedarfs in Lichtenau decken. Der Rat der Stadt habe deshalb 2002 beschlossen, keine weiteren Windparks mehr auszuweisen. Stattdessen setzt man in Lichtenau auf Repowering. (sf)